Heute erschien ein Artikel der Bad Nauheimer SPD in der Wetterauer Zeitung, in dem der Jugendbeirat und unser Konzept hoch gelobt werden. Hier mal der Artikel:

Es ist doch schön, wenn die eigene Arbeit von “Oben” so gewürdigt wird
Gruß,
Max
22 Mai 2010
Geschrieben von Max Reichardt um 15:46 Uhr
Heute erschien ein Artikel der Bad Nauheimer SPD in der Wetterauer Zeitung, in dem der Jugendbeirat und unser Konzept hoch gelobt werden. Hier mal der Artikel:

Es ist doch schön, wenn die eigene Arbeit von “Oben” so gewürdigt wird
Gruß,
Max
27 Mrz 2010
Geschrieben von Max Reichardt um 16:25 Uhr
Ende 2007 wurde der Jugendbeirat ins Leben gerufen. Er trat an die Stelle des Stadtjugendrings, der sich vornehmlich um die damalige Selbstverwaltung des Jugendzentrums Alte Feuerwache kümmerte. Seit die Stadt die Regie in der nun Kinder- und Jugendhaus genannten Einrichtung übernommen hat, ist dies Vergangenheit. Der Jugendbeirat hat eine Geschäftsordnung mit einer Menge Paragrafen und Bestimmungen, wie das beratende Gremium Anträge zu stellen, Protokolle zu führen und Sitzungen zu organisieren hat. Trotzdem geht es bei den Sitzungen locker zu, zuletzt am Mittwochabend. »Müssen wir darüber abstimmen?«, fragt Reichardt bei der Diskussion über die »Schools Out Party« in die Runde? »Ja, wir müssen abstimmen.« Ergebnis: Einstimmig. Am Ende der letzten Juni-Woche, kurz vor den Ferien, gibt’s wieder eine Party für alle Bad Nauheimer Schüler. Es tut sich was in der Stadt, die nach Ansicht des Jugendbeirats aber noch einiges tun muss, um jugendgerechter zu werden.
Der Jugendbeirat hat ein »Konzept für ein jugendgerechtes Bad Nauheim« erarbeitet. Auf sieben Seiten werden jede Menge Vorschläge gemacht, denn es gibt, wie es in dem Papier heißt, »in den Bereichen Infrastruktur und Freizeit für Jugendliche Defizite« in Bad Nauheim. »Nicht alle Vorschläge sind realisierbar«, weiß Reichardt, man verstehe das Konzept als Diskussionsgrundlage. Die werden sich im Juni auf seiner Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Senioren damit beschäftigen.
Generell, sagt Reichardt, fehlten Unterhaltungsmöglichkeiten für Jugendliche. »Außer dem Juz gibt es nicht viel.« Es gebe in Bad Nauheim viele thematische Veranstaltung wie das Jugendstilfestival. Warum nicht auch mal jugendgerechte Festivals, etwa eine Halloweenparty auf dem Marktplatz? Räume für Konzerte fehlten auch, sagt sein Stellvertreter Miguel Menduina Sanchez. Im Goldsteinpark wären Open-Air-Konzerte und Open-Air-Kino möglich. »Das geht aber erst nach der Landesgartenschau.«
»Soccout-Arena« und Jobbörse
Eine »Soccout-Arena« fordern die Jugendlichen. Das ist ein achteckiger Käfig mit kleinen Toren, der viel Action verspricht. Bürgermeister Bernd Witzel habe bereits sein Okay gegeben, es wird nur noch ein Platz für die neuartige Anlage gesucht. Außerdem fordern die Jugendlichen die Ansiedlung von Fast-Food- und Klamottenläden, setzen sich für eine Jobbörse, gegenseitige Schülerhilfe und Jugendreisen ein oder fordern bessere Busverbindungen, um nur einige der im Konzept angesprochenen Themen zu nennen.
Die Arbeit im Jugendbeirat macht den Teenagern viel Spaß. »Früher habe ich nie mitbekommen, was für Jugendliche läuft. Über einen Workshop im Juz habe ich vom Jugendbeirat erfahren«, erzählt Mirka Gradenwitz, die als Vertreterin der Freien Waldorfschule in dem Gremium sitzt. Wie ihre Mitstreiter kann sie sich vorstellen, später vom Jugendbeirat in die »richtige« Kommunalpolitik zu wechseln. »Das ist der erste Schritt«, meint Menduina Sanchez. Auch Reichardt will in eine Partei eintreten, wenn er nach der zweiten Amtszeit altersbedingt aus dem Beirat ausscheidet. »Viele Jugendliche beschweren sich nur. Hier kann man was machen«, ergänzt Isabell Backenstoß (katholische Jugend).
»Kontakt mit Politikern«
Die Arbeit des Jugendbeirats wird von den Politikern anerkannt. Der Jugendbeirat führt Gespräche mit dem Bürgermeister, und zu den Sitzungen erscheinen regelmäßig Vertreter des Magistrats und des Stadtparlaments. Die Stadträte Sinan Sert (SPD) und Erol Türkmen (CDU) und der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Thyssen (SPD) fanden am Mittwoch lobende Worte zum Jugendkonzept; von der UWG waren Gudrun Roth und Klaus Englert da, der anregte, der Jugendbeirat solle auch die Stadtteile aufsuchen und »im schönsten« (natürlich Schwalheim) mal ein Sommerfest organisieren, am Großen Rad nämlich, wo es »den schönsten Grillplatz in der Stadt« gebe; der Seniorenbeirats-Vorsitzende Helmut Münch (UWG), ebenfalls regelmäßiger Gast beim Jugendbeirat, erinnerte an das geplante Gespräch der beiden Gremien, und Anne Witzenberger, Frauenbeauftragte im Rathaus, regte einen Workshop über gesellschaftliche Veränderungen im Sinne einer »Gleichstellung für alle« an.
»Die Jugendlichen machen das hervorragend, man kann sie gar nicht genug loben«, sagt Stadtjugendpfleger Tobias Hoffmann vom Kinder- und Jugendhaus. Einer der ersten Erfolge des Gremiums sei die Erneuerung der Skateranlage in Nieder-Mörlen gewesen. 30 000 Euro hat die Anlage gekostet, die von den Jugendlichen frei gestaltet werden durfte. Am 29. Mai steigt dort der nächste Skate-Contest, am 10. September geht’s bei der »Skate Night« wieder unter Flutlicht auf die Bretter, am Tag zuvor soll der nächste Jugendflohmarkt in der Alten Feuerwache steigen, und schon am nächsten Dienstag ist der Jugendbeirat dabei, wenn im Goldsteinpark der neue Waldspielplatz eingeweiht wird.
»Macht sich gut bei Bewerbung«
Das Engagement lohnt sich, sagt Reichardt. Der Jugendbeirats-Vorsitzende ist über die Feuerwehr Schwalheim in das Gremium berufen worden. Die Jugendlichen hätten nicht nur Rederecht im Jugendausschuss, man sei auch bei vielen Entscheidungen dabei, »und bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz macht sich das auch gut«.
Das nötige Selbstbewusstsein hat der Jugendbeirat übrigens bereits in seiner ersten Sitzung nach seiner Gründung bewiesen. Da hatte Bürgermeister Bernd Witzel vorgeschlagen, die Mitglieder des Gremiums sollten sich während der Sitzungen siezen. Die Jugendlichen fanden diese Anregung reichlich komisch, hielten sich aber ans Protokoll und ließen abstimmen. Das einstimmige Ergebnis: Es bleibt beim Du.
Quelle: Wetterauer Zeitung online